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Gefragte Azubis

Eine Ausbildung stellt wichtige Weichen für die Zukunft – für junge Menschen ist der Start ins Berufsleben ein bedeutender Schritt. Doch geeignete Bewerber zu finden, wird Jahr für Jahr schwieriger. Unternehmen müssen sich einiges einfallen lassen. Die Halberstadtwerke bieten interessante Perspektiven.

Wo will ich hin? Was soll ich machen? Wenn der Schulabschluss winkt, stehen Jugendliche vor wichtigen Entscheidungen. „Die Halberstadtwerke bieten eine sehr gute, fundierte und umfassende Ausbildung“, sagt die Personalleiterin des Energieunternehmens Ariane Hartmann. Während der gesamten Ausbildungszeit bekommen die Azubis einen Mentor an die Seite gestellt, der sie begleitet. „Unser Betriebsklima ist offen und fair. Unsere Auszubildenden werden von Anfang an gut eingebunden, arbeiten an wichtigen Projekten mit und werden nach Abschluss ihrer Ausbildung für mindestens drei Monate ins Unternehmen übernommen“, erklärt die Personalchefin. Gute Zukunftsaussichten, denn die Übernahmequote ist insgesamt sehr hoch: Seit 2010 wurden sieben Mitarbeiterinnen und acht Mitarbeiter, die ihre Ausbildung bei den Stadtwerken absolviert haben, fest eingestellt.

Derzeit werden Kaufleute für Büromanagement, Elektroniker für Betriebstechnik und Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik ausgebildet. Sie lernen das Unternehmen von Grund auf mit allen Abteilungen und damit alle Facetten eines Energieversorgers kennen. Auch für die, denen eine klassische Ausbildung nicht reicht, aber ein reines Studium zu theoretisch ist, haben die Halberstadtwerke eine Lösung: Der duale Studiengang „Energiewirtschaftliche Weiterbildung mit Hochschulzertifikat“ an der Hochschule Harz. „Für eine bessere Planbarkeit vergeben die Stadtwerke ihre Ausbildungsplätze bereits ein Jahr im Voraus“, informiert die Personalchefin. Wer im September 2016 seine Ausbildung bei den Halberstadtwerken beginnen möchte, muss die Bewerbungsunterlagen bis Ende Oktober 2015 einreichen. So wie Franziska Grütz, Dustin Brode, Richard Zuther und 18 weitere Auszubildende es bereits in den vergangenen Jahren getan haben. Die angehende Bürokauffrau sagt heute: „Für mich war es die richtige Entscheidung, hier gehöre ich hin.“

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Richard Zuther ist 21 Jahre alt. Er macht eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Im August beginnt sein drittes Lehrjahr. „Zur Zeit arbeite ich hier im Gewerbegebiet in Halberstadt in einer Trafo-Station, die die Stromversorgung für eine neue Fabrik sichert. Unser Netzmeister zeigt mir, welche Schaltvorgänge gemacht werden müssen. Schon als kleiner Junge habe ich gern mit meinem Vater an Kabeln gebastelt und mit dem Lötkolben experimentiert. Mein Vater war Rundfunk- und Fernsehmechaniker. Elektronik hat mich schon immer begeistert. Während meiner Ausbildung lerne ich zum Beispiel, wie man die Stromversorgung sicherstellt, Zähler wechselt oder wie in der Leitstelle Schaltvorgänge funktionieren. Der Beruf, den ich erlerne, ist vielfältig. Man muss flexibel sein: Das heißt, ich ziehe nicht nur Kabel, auch der direkte Kontakt mit unseren Kunden, wenn wir zum Beispiel Hausanschlüsse legen, gefällt mir. Sich um die Stromversorgung zu kümmern, ist ja immer auch eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Aufmerksam auf die Stadtwerke bin ich geworden, weil ich die Werbung an den Straßenbahnen, die in den Stadtwerke-Farben gestalteten Autos gesehen habe und nicht zuletzt durch die Anzeigen im Stadtmagazin MARTINI. An den Stadtwerken kommt man in Halberstadt einfach nicht vorbei – nun bin ich selbst dabei.“

 

Dustin Brode ist 17 Jahre alt und im zweiten Ausbildungsjahr zum Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik:

„Die Halberstadtwerke erneuern die Hauptversorgungsleitung für das Trinkwasser in der Klusstraße – eine Baustelle, an der in Halberstadt im Moment niemand vorbei kommt. Mein Meister erklärt mir gerade, wie die einzelnen Rohrstücke miteinander verbunden werden. An der Stelle, wo der Goldbach fließt, liegt die neue, wartungsfreie Leitung sogar vier Meter tief unter der Erde – das ist schon etwas Besonderes. Die Technik komplexer Systeme hat mich immer interessiert. Meine Ausbildung ist genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe. Ich bin im zweiten Lehrjahr und arbeite mit, wenn Gas- und Wassersysteme gewartet oder neue Hausanschlüsse gelegt werden. Eine verantwortungsvolle Aufgabe – man muss schon ganz genau wissen, was man tut. Wenn es einen Störfall gibt und man Gasgeruch wahrnimmt, muss man die Stelle schnell finden und abdichten. Mit meinen Ausbildern komme ich gut zurecht. Für Fragen haben sie immer ein offenes Ohr. Eigentlich komme ich aus Staßfurt, aber Halberstadt ist eine schöne Stadt, ein bisschen kleiner und verwinkelter als Magdeburg, wo ich zur Berufsschule gehe.“

 

Franziska Grütz ist angehende Bürokauffrau. Sie ist 27 Jahre alt, ihr drittes und letztes Lehrjahr beginnt im August:

„Die Halberstadtwerke sind für mich mein Wunsch-Arbeitgeber. Ich habe eine Freundin, die hier arbeitet, und sie war immer ganz begeistert. Man stellt sich den Job als Bürokauffrau vielleicht etwas langweilig vor. Doch es ist mehr als nur Belege zusammenzuheften und Formulare abzustempeln. Es gibt im Unternehmen sehr schöne Projekte. Wir führen zum Beispiel ein Energie-Management-System ein, das bestimmten Qualitätsstandards entsprechen muss und dann auch zertifiziert wird. Ich war an den Schulungen für die Mitarbeiter beteiligt. Wir haben getestet, wie viel Strom wir hier selbst verbrauchen und unsere Kollegen gecoacht, wie sie noch mehr Energie sparen können. Ihr Wissen mussten wir nur auffrischen. Tipps für das Energiesparen kennt ja eigentlich jeder. Während meiner Ausbildung habe ich fast alle Abteilungen durchlaufen – vom Vertrieb über das Rechnungswesen bis hin zur Personalabteilung. Es gibt viele interessante Bereiche, in denen ich mir vorstellen könnte zu arbeiten.“

 

Ideengut - Mandy Ebers

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