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Die guten Whistleblower

Die guten Whistleblower

Die Leitwarte ist das Auge der HALBERSTADTWERKE.

Von hier aus werden die Anlagen und Netze für Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und Abwasser überwacht und gesteuert. Bei Störungen ist die Leitwarte über +49 800 579 000 jederzeit kostenfrei zu erreichen.

Sie wissen genau, was in ihrem Netz passiert. Ihnen entgeht nichts. Rund um die Uhr sitzen sie vor ihren Bildschirmen und beobachten alle Bewegungen. Und sowie etwas Unvorhergesehenes passiert, wird es gemeldet. Die sechs Mitarbeiter der Leitwarte bei den HALBERSTADTWERKEN sind wie Whistleblower – Entdecker und Hinweisgeber. Nur Geheimnisse verraten sie nicht.

Im gesamten Altkreis Halberstadt und noch darüber hinaus haben die sechs Mann von der Leitwarte die Netze der Strom- und Gas-Versorgung im Blick. Im Stadtgebiet Halberstadt überwachen sie die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Darüber hinaus steuern sie die Fernwärmeversorgung sowie die Gebäudeleittechnik zum Beispiel von den Rathauspassagen im Zentrum. Insgesamt sind es 17 000 Datenpunkte, die im zweiten Stock des Verwaltungsgebäudes der HALBERSTADTWERKE auflaufen. "Es kann hier mitunter sehr hektisch werden", sagt Helmut Bruckert, Leiter Technischer Service bei den HALBERSTADTWERKEN. In die Technik der Leitwarte und die Leitungen hin zu den einzelnen Datenpunkten haben die Halberstadtwerke in den vergangenen Jahren erheblich investiert. "Unser Ziel ist es, dass unsere Kunden nicht merken, wenn irgendwo bei Tiefbauarbeiten ein Kabel zerstört wurde", erklärt Helmut Bruckert. Innerhalb von Minuten oder Sekunden kann in der Leitwarte der Strom umgeleitet werden, und so werden die eigentlich abgeschnitten Kunden wieder mit Strom versorgt. Im Durchschnitt liegen die Halberstadtwerke bei der Havariebehebung deutschlandweit im Spitzenfeld.

Dass dies so ist, hat zwei Gründe. Zum einen verfügen die Leitwarte-Mitarbeiter über eine gute Ausbildung und über exzellente Ortskenntnisse. "Das ist unser Vorteil gegenüber anderen Anbietern", unterstreicht Helmut Bruckert. Es sei eben ein Unterschied, ob man in einer Region lebe, alle Ecken kenne oder das Gebiet nur von Google-Maps kenne. Zudem investieren die Halberstadtwerke erheblich in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter. Speziell für die der Leitwarten wurde an der Universität Ilmenau zusammen mit der Firma Siemens ein Antihavarietraining entwickelt, welches nicht nur fachliches Wissen abfordert, sondern "auch die physischen und psychischen Belastungen an die Grenzen treibt", sagt Sven Bendix. Selbst wollte er das zunächst nicht glauben, bis er dann einmal Teilnehmer beobachtet hatte. "Nach 30 Minuten waren die klatschnass." Bei diesen Übungen werden die verschiedensten Situationen trainiert und auch extreme Störungen mit gleich mehreren Ausfällen parallel simuliert. Die Investitionen in Menschen und Technik in den vergangenen Jahren haben sich gelohnt. Die gute Ausbildung der Mitarbeiter und ein qualifiziertes Team an Spezialisten ermöglichen es, dass Störungen schnell lokalisiert und behoben werden können. "Damit das so bleibt, werden wir auch in Zukunft in die Versorgungssicherheit, Technik und das Know-how investieren", versichert Helmut Bruckert. "Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden sind."

Fotos: Halberstadtwerke GmbH
Beitrag: Mathias Kasuptke - Martini Halberstadt

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