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Der neue Energieausweis ist da!

Energieausweis

Die neue Energieeinsparverordnung ist in Kraft getreten. Sie bringt einerseits eine Reihe wichtiger Änderungen für Häuslebauer und andererseits einen neuen Energieausweis.

In Deutschland gilt seit dem 1. Mai eine neue Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie soll dafür sorgen, dass der Energieverbrauch in Gebäuden gesenkt wird und die Verbraucher sich mit dem Thema der Energieeffizienz beschäftigen. Die neuen Regelungen sind Teil der Energie- und Klimaschutzpolitik der Bundesregierung.
„Die energetischen Anforderungen an Neubauten wurden mit dieser Verordnung deutlich verschärft“, erläutert Thomas Ziegenhardt, Energieexperte bei den Halberstadtwerken. „Wer einen Bauantrag einreicht, der muss die neuen Standards für die Dämmung und die Anlagentechnik erfüllen.“ Die Anforderungen für Neubauten sind ein Schritt hin zum Niedrigstenergiegebäude, das in der EU bald Standard werden sollen.
Doch was ändert sich konkret für den, der sich ein Eigenheim baut? „Vereinfacht gesagt, braucht das Haus eine bessere Dämmung und Systeme zur Gebäudebeheizung und Warmwasseraufbereitung, die unter Klimaschutzaspekten sinnvoll sind“, sagt Thomas Ziegenhardt. Letztes werde zum Beispiel durch die Verwendung regenerativer Energien, etwa durch Solarkollektoren, erreicht.

Für Altbauten ändert sich wenig, hier enthält die neue Energieeinsparverordnung die Regelung, dass ab 2015 alte, ineffiziente Konstanttemperatur-Heizkessel, die schon mehr als 30 Jahre in Betrieb sind, stillgelegt werden müssen. Wichtig für Bestandsgebäude ist außerdem, dass die Pflichten zur Dämmung der obersten Geschossdecke eingehalten werden und dass alle Rohrleitungen im unbeheizten Bereich zu dämmen sind.
Die vielleicht wichtigste Neuerung für die Verbraucher betrifft den Energieausweis. Dieser ist schon seit 2009 vorgeschrieben, wenn Gebäude vermietet oder verkauft werden sollen. Er ermöglicht potenziellen Mietern und Käufern einen Einblick in die energetische Qualität und damit auch in den Wohnkomfort der neuen Immobilie und hilft, die künftigen Energiekosten abzuschätzen. „Jetzt wurde des Ausweis verbessert“, sagt Thomas Ziegenhardt. „Die energetischen Kennwerte werden künftig nicht mehr nur auf einer Skala von grün bis rot dargestellt, sondern zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet.“

Ähnlich wie bei der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten reicht die Skala von A+ (niedriger Energiebedarf/-verbrauch) bis H (hoher Energiebedarf/-verbrauch). Diese Zuordnung gilt für neu ausgestellte Ausweise. Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen bleiben aber gültig.
Verkäufer und Vermieter müssen den Energieausweis künftig zudem bei der Besichtigung vorlegen. Wenn der Vertrag abgeschlossen ist, muss der Ausweis dann an den Käufer beziehungsweise Mieter übergeben werden – zumindest in Kopie. „Außerdem müssen die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis in Immobilienanzeigen genannt werden“, so Ziegenhardt. „Für den Verbraucher schafft das auf jeden Fall mehr Transparenz. Er weiß, welche Energiekosten er zu erwarten hat.“

Für Fragen rund um die Energieeinsparverordnung und den Energieausweis steht Thomas Ziegenhardt gern zur Verfügung.

T: +49 3941 579 341
E: Ziegenhardt@halberstadtwerke.de

Beitrag: Dana Toschner - Martini Halberstadt

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