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Starterlaubnis für Vorbereitungsteam

Starterlaubnis für Vorbereitungsteam

Mit einem gemeinsamen Projekt wollen Auszubildende der Kreisverwaltung und der Halberstadtwerke für mehr Umweltbewusstsein werben. Sie organisieren dazu außerhalb ihrer Ausbildungszeit einen Nachhaltigkeitstag.

Sie wollten das Okay der Chefs und haben es bekommen. Am Montagmorgen stellten Dajana Auerswald und Paul Stuy vor, was sie sich gemeinsam mit ihren zehn Mitstreitern in den vergangenen Wochen erarbeitet hatten. Dafür, dass sie sich letztlich für eine konkrete Idee, die auch umsetzbar für die Auszubildenden ist, entschieden haben, gab es Lob von Stadtwerkechef Rainer Gerloff und Landrat Martin Skiebe (CDU). Beide verfolgten die Präsentation in der Rotunde der Halberstadtwerke aufmerksam.

Über den Tellerrand zu schauen, sich kennzulernen, gemeinsam Verantwortung für die Region zu übernehmen, ist der Gedanke, der hinter dem Azubiprojekt von Landkreisverwaltung und Stadtwerken steht. Denn genau diese Verantwortung für die Region und deren positive Entwicklung sei es, die die Partner verbinde, betonte Landrat Skiebe, auch wenn die Grundausrichtung von öffentlicher Verwaltung und Wirtschaftsunternehmen zunächst verschieden sei.

Verschiedene Teams für verschiedene Arbeiten

Wie Dajana Auerswald und Paul Stuy als Projektleiter berichteten, habe es nach dem ersten Kennlernentreffen mehrere Runden gegeben, in denen die Azubis Ideen entwickelten, verwarfen und sich letzlich einigten. Nun steht ein Nachhaltigkeitstag und die Unterstützung von zwei Projekten an Schulen auf der Agenda der zwölfs Azubis. Dann wurde gefragt, was alles notwendig sei, um ihr Projekt zu organisieren und es wurden entsprechende Teams gebildet. Die befassten sich inhaltlich mit allem, was dazugehört - von der Risiko- und Kostenanalyse bis zum Marketing, von der Suche nach Partnern bis zu notwendigen Genehmigungen für die öffentliche Veranstaltung am 2. Juni auf dem Halberstädter Fischmarkt.

Der Vortrag überzeugte, Landrat Skiebe und Stadtwerkechef Gerloff unterschrieben den Projektauftrag. Was heißt, dass die Azubis an die Umsetzung ihrer Pläne gehen können. Der Nachhaltigkeitstag soll beitragen, den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen zu fördern. Am Freitag, dem 2. Juni, gibt es dazu von 10 bis 15 Uhr Mitmach- und Informationsstände auf dem Halberstädter Fischmarkt, Händler sollen nachhaltig produzierte Waren anbieten.

Schulen können sich mit Projekten bewerben

In den kommenden Tagen werden die Schulen der Region angeschrieben mit der Information, dass siese sich mit Umwelt- oder Energiesparprojekten von Blühstreifen bis Licht-Aus-Kampagnen bewerben können. Alles Geld, was die Azubis mit dem Basteln von Spardosen aus alten Plastikflaschen, dem Bemalen von Jutebeuteln und ähnlichem mehr an den Mitmachständen beim Nachhaltigkeitstag einnehmen, soll zwei Schulprojekten zugute kommen.

"Das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass man auch mit kleinen Dingen viel für den Umweltschutz tun kann, damit kann man nicht früh genug beginnen", sagte Skiebe, der diesen Ansatz des Projektes sehr lobte. Nicht umsonst haben die Azubis ihre Arbeit unter das Motto gestellt: "Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt von morgen aussieht." Das Zitat stammt von Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916).

Die Azubis, die sich freiwillig für dieses Projekt gemeldet haben, das sie außerhalb ihrer Ausbildungszeit abwickeln müssen, lernen auch inhaltlich Neues. So sei Projektmanagement kein Bestandteil der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, aber in der täglichen Arbeit seien Projekte und deren möglichst klar strukturierte Handhabung gefragt. Auch in Sachen Energiemanagementsysteme und deren Nutzung innerhalb der Unternehmen und Verwaltung tauschten sich die Azubis aus, wie Dajan Auerswald berichtete.

Beitrag/ Foto: Sabine Scholz - Volksstimme Harz

 

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