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Netzanschluss EEG

Wenn Sie planen eine Photovoltaikanlage zu errichten, dann wenden Sie sich an unser Energieversorgungsunternehmen (EVU), wo ein eingetragener Installateur die Anlage nach dem Anmeldeverfahren zum Anschluss an das Niederspannungsnetz/Mittelspannungsnetz melden kann.

Um eine zügige Projektabwicklung gewährleisten zu können, möchten wir Ihnen die bei der HALBERSTADTWERKE GmbH übliche Vorgehensweise aufzeigen:

1. Netzverträglichkeitsprüfung:

Um den technisch und gesamtwirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt zum vorhandenen Netz zu lokalisieren, ist vorab eine Netzverträglichkeitsprüfung unter Berücksichtigung der örtlichen Netzstruktur erforderlich. Hierfür benötigen wir:

  • Unterschriebener Vertrag/Kundenauftrag für die Netzverträglichkeitsprüfung
  • G.1 Antragstellung für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz
  • F.2 Datenblatt für Erzeugungsanlagen, ein vom Anlagenbetreiber in Zusammenarbeit mit dem Anlagenerrichter ausgefülltes Datenblatt
  • F.3 Anforderungen an den Prüfbericht für Erzeugungsanlagen
  • F.4 Anforderungen an den Prüfbericht zum NA-Schutz
  • G.2 Konformitätsnachweis für Erzeugungseinheiten, Einheitenzertifikate und Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • Daten der/s zum Einsatz kommenden Kundenkabel/s (Länge, Typ, Material, Querschnitt)
  • einen Lageplan (möglichst Maßstab 1:1.000), aus dem der Standort der geplanten Stromerzeugungsanlage eindeutig hervorgeht
  • die Investitionskosten der geplanten Stromerzeugungsanlage

Erst nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse kann eine Aussage über den Verknüpfungspunkt Ihrer Stromerzeugsungsanlage getroffen werden. Eventuell kann der Verknüpfungspunkt Ihrer Analge auf Grund der angemeldeten Leistung und netztechnischen Besonderheiten im Mittelspannungsnetz liegen.

Kosten der Netzverträglichkeitsprüfung:

≤ 30 kW kostenfrei (auch ohne bestehenden Anschluss)
> 30 kW bis ≤ 150 kW 225,00 € (netto)
> 150 kW bis ≤ 500 kW 546,00 € (netto)
> 500 kW 1.248,00 € (netto)

Diese Kostenpauschale wird Ihnen zurückerstattet, wenn die Anlage entsprechend den Parametern Ihrer Anfrage innerhalb des Reservierungszeitraums der Einspeiseleistung errichtet und in Betrieb genommen wird.

Ergebnisbekanntgabe:

Sie werden nach Abschluss der Berechnung über den für Ihre Anlage technisch und gesamtwirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt informiert. Der Vorgang zur Ermittlung des geeigneten Verknüpfungspunktes wird in der Regel zwischen 4 und 8 Wochen ab vollständigem Eingang aller für die Berechnung erforderlichen Unterlagen dauern. Der Verknüpfungspunkt wird unter Einhaltung der Technischen Anschlussbedingungen sowie der VDE-AR-4105 "Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" bzw. BDEW-RL "Eigenerzeugungsanalgen am Mittelspannungsnetz" ermittelt.

2. Projektierung/Auftragserteilung:

Für die Projektierung sind folgende Unterlagen, soweit sie uns noch nicht vorliegen oder gegenüber der Netzverträglichkeitsprüfung geändert wurden, notwendig:

  • G.1 Antragstellung für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz
  • F.2 Datenblatt für Erzeugungsanlagen, ein vom Anlagenbetreiber in Zusammenarbeit mit dem Anlagenerrichter ausgefülltes Datenblatt
  • F.3 Anforderungen an den Prüfbericht für Erzeugungsanlagen
  • F.4 Anforderungen an den Prüfbericht zum NA-Schutz
  • G.2 Konformitätsnachweis für Erzeugungseinheiten, Einheitenzertifikate und Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • Messung durch Dritte: Nachweis eines Messstellenbetreibers
  • Auftrag zur Lieferung der technsichen Einrichtung / Voraussetzungen nach § 6 EEG zur Regelung der Anlage nach § 11 EEG

3. Vereinbarungen für die Stromlieferung

Die Vereinbarungen über die Abnahme und Vergütung der Energie aus Ihrer Stromerzeugungsanlage werden zeitnah zur Inbetriebnahme gesondert abgeschlossen. Die Einspeisevergütung erfolgt entsprechend der gesetzlichen Grundlage.

4. Bauausführung

Der Anlagenbetreiber/-eigentümer hat dafür Sorge zu tragen, dass der Anschluss nach dem anerkannten Regeln der Technik entsprechend der DIN/VDE/FNN-Vorschriften bzw. BDEW-Richtlinien errichtet wird. Bei einem Anschluss an das Mittelspannungsnetz muss die Übergabe- bzw. Trafostation die Anforderungen der BDEW-Richtlinie "TAB 2012 Mitteldeutschland" erfüllen.

5. Bautätigkeiten

Antrag auf Bau- und Betriebsgenehmigung beim Bauordnungsamt.

Photovoltaikanlagen, die als Freiflächenanlagen ausgeführt werden, benötigen grundsätzlich eine Baugenehmigung, Anlagen auf Dächern in der Regel jedoch nicht.

6. Inbetriebnahme

Nach Fertigstellung ist die Inbetriebnahme der Stromerzeugungsanlage fristgemäß, mindestens fünf Werktage vorher, anzuzeigen. Bei der Inbetriebnahme sind grundsätzlich der Elektroinstallateur und ein Beauftragter der HALBERSTADTWERKE anwesend.

7. Registrierung im Anlagenregister bei der Bundesnetzagentur

Ab dem 01. August 2014 sind neu in Betrieb genommene Anlagen im Anlagenregister bei der Bundesnetzagentur zu registrieren. Die Registrierung ist zugleich Voraussetzung, um eine Förderung der Anlage gemäß dem EEG zu erhalten. Daher ist vom Anlagenbetreiber ein geeigneter Nachweis zu erbringen.

Unter dem nachfolgenden Link werden Sie direkt zum Formular zur Meldung von Photovoltaikanlagen (Anlagenregister)an die Bundesnetzagentur weitergeleitet: https://app.bundesnetzagentur.de/pv-meldeportal/

Wichtige Nachweise als Vergütungsvoraussetzungen nach EEG:

  • Kopie der Anzeige der PV-Anlage bei der BNetzA (§16 EEG)
  • Nachweis der technischen Voraussetzungen nach § 6 EEG zur Regelung der Anlage nach § 11 EEG (Erzeugungsmanagement)