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Funkrundsteuerung - Einspeisemanagement

Anwendungsbereich der Funkrundsteuerung (FRE)

Der Anwendungsbereich ist für Anlagen vorgesehen, die in der Niederspannung liegen und ihren Verknüpfungspunkt mit dem Netz der allgemeinen Versorgung haben. Sie gelten ebenfalls, sofern die Summe der installierten Leistung aller Erzeugungsanlagen gleicher Energieträgerart ≤ 100 kVA in der Mittelspannung ihren Verknüpfungspunkt hat.

Umsetzung

Grundsätzlich erfolgt die Umsetzung durch ein entsprechendes Empfängergerät, den Funkrundsteuerempfänger (FRE). Dieser ist mit dem in diesen Bedingungen aufgeführten Funktionsumfang  vom Anlagenbetreiber/Anschlussnehmer bereitzustellen.

Natürlich kann der FRE vom Netzbetreiber vollständig und parametriet bezogen werden. Somit bieten Ihnen die HALBERSTADTWERKE GmbH als Netzbetreiber ein einmaliges Komplettangebot inklusive die Bereitstellung einer Funkantenne unter Punkt „Kosten“ an.

Die Installation sowie die Inbetriebnahme des FRE kann nur durch Ihren Anlagenerrichter oder durch einen geeigneten Installateur Ihrer Wahl erfolgen. Vor der Übergabe des FRE durch einen Mitarbeiter der Halberstadtwerke ist vom Anlagenerrichter anzugeben, ob die jeweilige Anlage 2-stufig (0%, 100%) oder 4-stufig (0%, 30%, 60%, 100%) regelbar ist.

Für den Systemfunktionstest des FRE ist eine Terminabstimmung mit der Netzleitstelle der Halberstadtwerke unter folgender Telefonnummer 0 39 41/579 446 vorzunehmen um somit den Systemfunktionstest durchzuführen.

Fernsteuerung

Der Netzbetreiber greift nicht in die Steuerung der Erzeugungsanlagen ein. Dieser ist lediglich für die Signalgebung verantwortlich. Die Bereitstellung der Reduzierungssignale erfolgt über ein durch die Europäische Funk-Rundsteuerung GmbH gesendetes Datentelegramm. Der FRE verarbeitet dies entsprechend seiner Parametrierung und schaltet einen von vier potentialfreien Kontakten. Diese sind über eine Klemmleiste mit der Reduzierungseinrichtung der Erzeugungsanlage zu verbinden. Ein geeignetes Übertragungsmedium zwischen den Kontakten und der Regelungseinrichtung der Erzeugungsanlage ist vom Anlagenbetreiber entsprechend der jeweiligen Herstellervorgaben zu errichten. Es ist insbesondere darauf zu achten, dass etwaige Steuerspannungen und –ströme an den Kontakten des FRE nicht überschritten werden.

Parametrierung

Für den ordnungsgemäßen Betrieb ist eine Parametrierung des FRE beim Netzbetreiber oder dessen beauftragten Dritten auf das nicht öffentliche Adressierungskonzept des Netzbetreibers zwingend erforderlich.

Wirkleistungsreduzierung (Einspeisemanagement)

Der Netzbetreiber gibt zur Leistungsreduzierung am Netzverknüpfungspunkt Sollwerte in Abhängigkeit der installierten Leistung in vier Stufen vor, welche den Kontakten 1 bis 4 des FRE entsprechen.

K1K2K3K4Stufen
    100%
EIN   100%
 EIN  60%
  EIN 30%
   EIN0%

Installation des FRE

Der Einbauort des FRE muss erschütterungsfrei, vor Schmutz-, Witterung- und Temperatureinflüssen und gegen mechanische Beschädigungen geschützt sein. Eine direkte Sonneneinstrahlung auf das Gerät ist nicht zulässig. Die Herstellerangaben sind zu beachten. Der notwendige Platzbedarf ist im Rahmen der Anlagenprojektierung generell zu berücksichtigen.

Kosten

Für die Übertragung des FRE entrichtet der Anlagenbetreiber ein einmaliges Entgelt in Höhe von:

einmalig300,65 €
zzgl. 19% MwSt.

sowie eine jährliche Kostenpauschale für die Lizenzgebühren "Signalbereitstellung und Einspeisemanagement" in Höhe von:

jährlich19,68 €
zzgl. 19% MwSt.

Für das einmalige Entgelt legt der Netzbetreiber nach Eintritt der Wirksamkeit des "Kauf- und Dienstleistungsvertrages" eine Rechnung. Die Zahlung des Rechnungsbetrages ist 14 Tage nach Rechnungsstellung fällig. Die jährliche Kostenpauschale wird mit der Einspeisevergütung abgerechnet.